Gartenkreuzspinne

Die Gartenkreuzspinne gehört zu den Echten Radnetzspinnen und baut in ca. 40 min ein bis zu 50 cm großes , stabiles Netz in 1 – 2 m Höhe. Sie lauert auf Beute entweder in dessen Mitte oder in einem Versteck, von dem aus ein Signalfaden zum Netz führt und ihr jede Bewegung dort anzeigt.

Begutachten und Einwickeln der Beute

Die gefangene Beute wird durch einen Biss gelähmt, eingewickelt und ein Verdauungssaft injiziert, der die Weichteile löst. Anschließend saugt die Spinne ihre Beute aus oder deponiert sie am Rand für später.
Nun muss das Netz repariert werden. Eine kurze Sequenz zeigt das Video :

Während die Weibchen eine Körperlänge von ca. 18 mm erreichen, sind es bei den Männchen nur ca. 10 mm. Letzteres ist auch deutlich schlanker. Ein weiterer Unterschied sind die Kiefertaster: beim Männchen sind sie jeweils mit einem verdickten Anhang zum Begattungsorgan umgestaltet.

Bauchseite Weibchen
Bauchseite Männchen ( gut zu erkennen an den Bulben der Kiefertaster )

Ab August suchen die Männchen nach paarungsbereiten Weibchen. Sie spinnen einen Werbefaden zu seinem Netz und zupfen daran um sich zu erkennen zu geben. Ist das Weibchen paarungswillig, geht es auf das Männchen zu. Bis zu einer Stunde ist ein Wechsel zwischen vorsichtigem Betasten und Rückzug des Männchens zu beobachten, da es bei „Missverständnissen“ schnell zur Beute werden kann. Ist das Weibchen bereit, bleibt es ruhig und kehrt dem Männchen die Bauchseite zu. Jetzt muss das Männchen schnell sein, um nicht doch noch zur Beute zu werden.

eine kurze Sequenz des Paarungsspiels:

Später werden die Eier in einem Kokon, der den Winter überdauert, abgelegt. Im Frühjahr schlüpfen daraus die jungen Spinnen, überwintern noch einmal gut geschützt in Verstecken, werden im zweiten Sommer geschlechtsreif und sterben im Herbst kurz nach der Paarung und Eiablage.

Wespenspinne

Das Weibchen der Spinne des Jahres 2001 erreicht eine Körperlänge bis zu 2,5 cm.
Die Spinnen bevorzugen sonnige, offene Standorte mit halbhoher Vegetation, bauen sie ihr Netz doch bevorzugt 20 bis 70 cm über dem Boden ( hier am oberen Rand eines ausgedienten Wasserfasses ).

Das kräftige, zickzackförmige Gespinnstband in senkrechter Ausrichtung ober- und unterhalb der Mitte dient der Stabilisierung. Verfängt sich Beute im Netz, wird sie eingewickelt und mit Gift getötet. Durch die injizierten Enzyme verflüssigen sich die Weichteile der Beute und werden ausgesaugt.

Ende August legen die Weibchen ihre Eier in gut getarnte, bräunliche, kugelförmige Kokons, wobei die Eier in einem zusätzlichen inneren Kokon aufgehängt sind. Die Jungspinnen überwintern gut geschützt darin und verlassen im April/Mai ihre Kinderstube.

Die Wespenspinne verankert ihr Nest.
( Bauchseite der Spinne )

Hier ein Nest der Wespenspinne in einem großen Rosmarinbusch im Oktober 2023.

Russischer Bär

… , aufgrund seiner Flügelunterseiten auch Spanische Flagge genannt, war 2025 Schmetterling des Jahres.
Als Nachtfalter ist er, wie das Taubenschwänzchen, auch tagsüber aktiv. Außer in den Mittagsstunden kann man ihn bei Sonnenschein auf am liebsten rotvioletten Blüten mit seinem Rüssel Nektar saugend entdecken, wie hier auf dem Gemeinen Wasserdost.

Der Russische Bär hat eine Flügelspannweite von 42 bis 52 Millimetern. Beim Spreizen der Vorderflügel und im Flug fallen die orange leuchtenden Hinterflügel besonders auf. Die Falter fliegen hauptsächlich von Juli bis September. Sie überwintern als Raupe, verpuppen sich im Juni am Boden und nach ca. vier Wochen schlüpfen die Falter.

Beerenwanze

Man findet den Pflanzensauger zwischen April und Oktober, auch gerne in Gärten, wo er Beeren ansticht und den Saft saugt. Durch den Kontakt mit dem Speichel werden die Beeren für den Menschen ungenießbar.

Drei bräunliche Beerenwanzen und eine Grüne Wanze im
„Vogelnest“ der Wilden Möhre.

Die 10 – 15 mm großen Wanzen sind bräunlich, ihre Deckflügel jedoch schimmern
rötlich-violett, eine hervorragende Tarnung im Fruchtstand der Wilden Möhre.
Fühler und der Rand des Hinterleibes zeigen eine schwarz-weiß gestreifte Musterung.

Der Körper ist mal mehr oder weniger behaart.

Im Frühjahr legt das Weibchen 20 – 30 Eier auf die Blattoberseite. Die jungen Larven häuten sich fünfmal und überwintern dann versteckt im Boden.
Unten eine der Nymphenformen.

Nördliche Fruchtwanze / Braunspitzige Baumwanze 

Sie werden 10 -15 mm lang, sind von beige bis dunkelbrauner Farbe und fliegen von Mai bis September. Die Kommunikation läuft, wie bei den Streifenwanzen, durch für den Menschen unhörbare Vibrationssignale, mit denen sie sich gegenseitig anlocken.
Futterpflanzen sind neben Doldenblütlern auch Korbblütler und Königskerzen, und gelegentlich bedienen sie sich an unreifen Getreidekörnern.

Mit ihrem Saugrüssel, der aus zwei dünnen Röhrchen besteht, stechen sie Blätter und Früchte an, um den Pflanzensaft zu saugen. Dabei wird durch ein Röhrchen Verdauungssaft in die Nahrung geleitet, und mit dem anderen der entstehende Nahrungsbrei aufgesaugt.

Wenn der mehrteilige Saugrüssel gerade nicht gebraucht wird, klappt die Wanze ihn unter dem Körper nach hinten.


Wilde Möhre

Die Wilde Möhre ist bei vielen Insekten sehr beliebt. Sie werden besonders von der dunklen Blüte in der Mitte angelockt ( Vortäuschung eines Insektes: hier gibt es was Gutes ). Diese „Mohrenblüte“ und das Zusammenrollen der Dolde zu einem Vogelnest vor und nach der Blüte hilft, die Wilde Möhre sicher von ähnlichen, z. T. giftigen Pflanzen zu unterscheiden.

Eine Veränderliche Krabbenspinne lauert hier auf Beute.

Gamma-Eule

Seinen Namen hat der grau bis braune Falter mit einer Flügelspannweite von 35 bis 40 Millimeter von dem weißen Gammazeichen auf seinen Vorderflügeln.

Die Gamma-Eule trifft man hauptsächlich zwischen Mai und Oktober an. Sie gehört zwar zu den Nachtfaltern, fliegt aber auch schon mal tagsüber, besonders an schwülen Sommertagen. Im Schwirrflug fliegt sie wie das Taubenschwänzchen von Blüte zu Blüte und bleibt selten länger auf einer sitzen. Bei der Auswahl der Nektarquelle ist die Gamma-Eule nicht sehr wählerisch.