
Die Gartenkreuzspinne gehört zu den Echten Radnetzspinnen und baut in ca. 40 min ein bis zu 50 cm großes , stabiles Netz in 1 – 2 m Höhe. Sie lauert auf Beute entweder in dessen Mitte oder in einem Versteck, von dem aus ein Signalfaden zum Netz führt und ihr jede Bewegung dort anzeigt.

Die gefangene Beute wird durch einen Biss gelähmt, eingewickelt und ein Verdauungssaft injiziert, der die Weichteile löst. Anschließend saugt die Spinne ihre Beute aus oder deponiert sie am Rand für später.
Nun muss das Netz repariert werden. Eine kurze Sequenz zeigt das Video :
Während die Weibchen eine Körperlänge von ca. 18 mm erreichen, sind es bei den Männchen nur ca. 10 mm. Letzteres ist auch deutlich schlanker. Ein weiterer Unterschied sind die Kiefertaster: beim Männchen sind sie jeweils mit einem verdickten Anhang zum Begattungsorgan umgestaltet.

Ab August suchen die Männchen nach paarungsbereiten Weibchen. Sie spinnen einen Werbefaden zu seinem Netz und zupfen daran um sich zu erkennen zu geben. Ist das Weibchen paarungswillig, geht es auf das Männchen zu. Bis zu einer Stunde ist ein Wechsel zwischen vorsichtigem Betasten und Rückzug des Männchens zu beobachten, da es bei „Missverständnissen“ schnell zur Beute werden kann. Ist das Weibchen bereit, bleibt es ruhig und kehrt dem Männchen die Bauchseite zu. Jetzt muss das Männchen schnell sein, um nicht doch noch zur Beute zu werden.
eine kurze Sequenz des Paarungsspiels:

https://youtube.com/shorts/kxeZWlzWYY4?si=-Cw1WEXuwx2J–XQ
Später werden die Eier in einem Kokon, der den Winter überdauert, abgelegt. Im Frühjahr schlüpfen daraus die jungen Spinnen, überwintern noch einmal gut geschützt in Verstecken, werden im zweiten Sommer geschlechtsreif und sterben im Herbst kurz nach der Paarung und Eiablage.





























